Chapter

Vorwort

Ich möchte erläutern, wie sich eine Familie, eine kleine Gruppe von Wesen, in einer Gesellschaft verhält, indem sie sich entfaltet, um zehn, zwanzig Einzelwesen hervorzubringen, die auf den ersten Blick grundverschieden erscheinen, die aber, wie die Analyse zeigt, innig miteinander verbunden sind. Die Vererbung hat ihre Gesetze, wie die Schwerkraft. Ich werde versuchen, durch Lösung der zwiefachen Frage des Temperaments und der Umwelt den Faden zu finden und zu verfolgen, der mit mathematischer Genauigkeit von einem Menschen zum anderen führt. Und wenn ich alle Fäden habe, wenn ich eine ganze soziale Gruppe in Händen halte, werde ich zeigen, wie diese Gruppe als Handlungsträger einer geschichtlichen Epoche am Werk ist und wie sich diese von mir zu schaffende Gruppe in der Vielschichtigkeit ihrer Bemühungen betätigt, ich werde das ganze Wollen jedes einzelnen ihrer Mitglieder und den ihnen allen gemeinsamen Drang analysieren. Für die RougonMacquart, die Gruppe, die Familie, die zu untersuchen ich mir vornehme, ist charakteristisch die Zügellosigkeit der Begierde, das weite Aufbegehren unseres Zeitalters, das sich auf die Genüsse stürzt. Physiologisch gesehen, zeigen die RougonMacquart das langsame Vererben von Nerven und Blutsübeln, die in einem Geschlecht als Folge eines ersten organischen Schadens zutage treten und die je nach der Umwelt bei jedem der Einzelwesen dieses

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