Chapter

Das Gespenst von Jan Mayen - 1. Kapitel: Die acht Toten von Jan Mayen

Die Depesche erreichte uns im Trafalgar-Hotel in Bombay. Wir waren den Tag über bei den Perlenfischern in der Gondabaar-Bucht gewesen, wo Harald Harst eine kleine Betrügerei aufdeckte, die uns immerhin eine Belohnung von zweihundert Pfund einbrachte. Und als wir abends heimkehrten, fanden wir das Telegramm vor. Es liegt hier neben mir, während ich mit der Niederschrift dieses Seeabenteuers beginne. Ich sammele jede Kleinigkeit, die mit den von uns erledigten Problemen zusammenhängt. Die Depesche hat folgenden Wortlaut: Harald Harst, Indien, über Kalkutta, Savoy-Hotel, nachsenden. Bitte sofort wichtige dringende Angelegenheit gegen Honorar in beliebiger Höhe zu übernehmen. Meine Jacht Mandragora wird in Genua für Sie bereitliegen. Keine Kosten scheuen. Alles Nähere an Bord der Jacht. Gleichzeitig Ihnen 25 000 Mark durch Filiale Indra-Bank, Kalkutta, angewiesen. — Fürst Salvani, Rom, Salvani-Palast. »Salvani — das ist der italienische Pierpont Morgan, der Milliardär mit dem Forscher-Spleen,« meinte Harst und reichte mir die Depesche. »Übrigens noch ein junger Mann und der letzte seines Geschlechts, bisher unverheiratet …« Er kramte in den Zeitungen und Zeitschriften, die auf dem Sofatisch unseres gemeinsamen Wohnsalons lagen. »Ich hatte noch gestern in der Bombay-World einen Artikel über Salvanis Tiefseeforschungen gefunden — mit Illustrationen … Aha — hier ist er … Bitte, mein

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