Chapter

Das geheimnisvolle Floss

1. Kapitel. Die geplünderte Villa. Die Tage auf der unwirtlichen Insel Jan Mayen dort oben an der Grenze des Polargebietes (der Leser wird sich noch auf den vorigen Band »Gespenst von Jan Mayen« besinnen) hatten Haralds robuster Gesundheit doch geschadet. Gewiß, die Verletzungen durch die Zähne der Bestie waren tadellos verheilt, aber der starke Blutverlust und die körperlichen Anstrengungen sofort hinterher machten sich nun nach unserer Heimkehr in recht unangenehmer Weise bemerkbar. Außerdem gerieten wir auch in jene Hitzewelle in Berlin hinein, die tagelang die Bewohner der Reichshauptstadt aufs qualvollste peinigte. In unserem Heim in der Blücherstraße 10 in Schmargendorf ging es denn auch recht still her. Harald lag zumeist in seinem verdunkelten Arbeitszimmer auf dem Diwan und tat absolut nichts. Er schlief, las ein wenig, rauchte kaum fünf Zigaretten am Tage (ein schlechtes Zeichen!) und ließ alle Besucher abweisen. Die alte Köchin Mathilde hatte die strenge Instruktion erhalten: wir sind nicht daheim, sondern noch in Norwegen! … So gingen fünf Tage hin. Am Morgen des sechsten Tages nach unserer Rückkehr (es war der 14. Juni) saßen wir in der Veranda beim Frühstück, freuten uns über den bedeckten Himmel und den Temperatursturz und beobachteten unsere Hühner und Tauben, die auf dem blitzsauberen Hofe eifrig das Futter aufpickten. Frau Auguste Harst, Haralds Mutter und

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