Erster Teil
Im Jahr 1860 erreichte der Ruf von Doktor Wybrow als Londoner Arzt seinen Höhepunkt. Es wurde aus zuverlässiger Quelle berichtet, dass er eines der größten Einkommen aus der Ausübung der Medizin in der Neuzeit bezog. Eines Nachmittags, gegen Ende der Londoner Saison, hatte der Doktor gerade sein Mittagessen eingenommen, nachdem er einen besonders anstrengenden Vormittag in seinem Sprechzimmer verbracht hatte und den Rest des Tages mit einer beachtlichen Liste von Hausbesuchen bei Patienten ausgefüllt hatte, als der Diener ankündigte, dass eine Dame ihn zu sprechen wünschte. »Wer ist sie?«, fragte der Doktor. »Eine Fremde?« »Ja, Herr Doktor.« »Ich empfange keine Fremden außerhalb der Sprechstunden. Sagen Sie ihr, wann die Sprechstunde ist, und schicken Sie sie weg.« »Ich habe es ihr gesagt, Sir.« »Nun?« »Und sie will nicht gehen.« Der Doktor lächelte, als er die Worte wiederholte. Er war auf seine Art ein Humorist, und die Situation hatte eine absurde Seite, die ihn amüsierte. »Hat diese hartnäckige Dame Ihnen ihren Namen genannt?«, erkundigte er sich. »Nein, Sir. Sie weigerte sich, einen Namen zu nennen — sie sagte, sie würde Sie keine fünf Minuten aufhalten, und die Sache sei zu wichtig, um bis morgen zu warten. Da ist sie im Sprechzimmer; und wie man sie wieder herausbekommt, weiß ich auch nicht.« Dr. Wybrow überlegte einen Moment lang. Sein Wissen über Frauen (beruflich