Das Geheimnis
Als der Bewohner des einsamen kleinen Hauses zwischen Strand und Heide von seinem gewohnten Gang ins Dorf zurückkehrte und von der Landstraße in den Weg einbog, der zum Meer hinunterführt, sah er zwei Männer, die mit großen Schritten ein an sein Gärtchen grenzendes Grundstück ausmaßen. Betroffen blieb er stehen, mit einem Gefühl von Neugierde, durchzittert von zorniger Erregung. Er erinnerte sich, daß Ghiana, eine junge Bäuerin, die ihm von Zeit zu Zeit Milch und Eier von einer Sennhütte auf den Hügeln brachte, ihm vor kurzem von dem Verkauf des Grundstücks erzählt hatte, auf dem ein Haus gebaut werden sollte. Jetzt soll die Drohung also Wahrheit werden. Die beiden Männer, die mit langen Schritten die Wiese ausmessen, gefolgt von ihren riesigen Schatten, im abendübersonnten Gras, sehen wie Arbeiter aus: der größere, ein stämmiger Geselle mit ziegelrotem Gesicht, ist sicher ein Bauführer. Und letzten Endes ist das Grundstück ja wie geschaffen zum Bau eines Hauses. Im Schatten einer Piniengruppe gelegen, mit einem Trinkwasserbrunnen daneben, wirkt es fast wie eine Oase in der Sand- und Ginsterwüste, die sich von den Hügeln im Norden bis ans Meer erstreckt. Nur etwas weiter unten grünt noch ein kleines Gehölz, aber die Bäume dort sind niedrig und verkrüppelt, und pfeifend fegt der Meerwind über sie hinweg. Der Mann, der aus dem Dorfe kommt, geht jetzt eiligen Schrittes auf dies