Das Geheimnis vom Brintnerhof
»Nicht möglich. Wegen ein paar Kübel Kohlen fängt deine Schwiegertochter Streit an, Brintner?« »Wie ich dir sage, Sonnenwirtin! Kohlen wären nicht ausbedungen im Kontrakt, den ich seinerzeit, als ich Haus und Hof dem Andres übergab, aufsetzen ließ. Als ob ich das nicht selbst wüßte! Als ob ich mir nicht jeden Herbst zwei Fuhren hätte einschaffen lassen! Aber, wenn es im April noch kalt ist wie im Jänner und mein Vorrat zu Ende ist, werde ich mir bei dem eigenen Sohn doch ein paar Kübel ausborgen dürfen! Hab's der Magd ohnehin gesagt: Im Herbst gebe ich sie zurück! Aber nein. Bar zahlen hätte ich sie der Frau Schwiegertochter sollen! Und Andres – wie immer – ist gleich auf Justinas Seite. Wie sie sagt: ›Ja, wer weiß denn, ob der Herr Vater im Herbst noch lebt?‹ nickt er gleich: ›Freilich, freilich, wer kann das wissen?‹ Ja, liebe Berta, so springen sie mit mir um daheim und wundern sich dann noch, wenn ich zu dir gehe, um mich ein wenig auszureden und zu erholen!« »So? Das ärgert sie auch?« »Und wie! Bei jeder Gelegenheit wirft es mir Justina vor. Ob sich das schicke für einen alten Mann und Großvater und ehemaligen Bürgermeister, jeden Abend im Wirtshaus zu sitzen? Ob es keine Sünde wäre, das Geld so zu vertun? Zuletzt bin ich auch noch Schuld daran, daß der Andres mehr und mehr zum Trinker wird. Ich gäbe ihm ja das Beispiel im Wirtshaussitzen usw.« Die Wirtin der »Sonne«, eine