Chapter

Das Geheimnis des Wannsees

1. Kapitel. Sportfreunde werden sich noch der großen Erregung in Segler- und Ruderkreisen erinnern, die vor einem Jahr durch die rätselhaften Diebstähle auf und am Wannsee bei Berlin hervorgerufen wurde. Damals gab es kaum ein Klubhaus, kaum eine Jacht, kaum ein Wohnschiff, die nicht in den Frühjahrswochen ausgeplündert wurden und dies mit einer Frechheit, Rücksichtslosigkeit und einem Geschick, von denen die Behörden ebenso verblüfft waren, die sich ihre Machtmittel zur Unterbindung dieses Treibens einer offenbar tadellos geleiteten Einbrecherbande als unzulänglich erwiesen. Wir, Harst und ich, waren damals mit einer anderen geheimnisvollen Sache derart beschäftigt, daß wir kaum Zeit fanden, einen Blick in die Zeitungen zu werfen. Diese uns so stark in Anspruch nehmende mysteriöse Angelegenheit, die ich in dieser Zusammenstellung von Harald Harsts Abenteuern leider nicht aufnehmen kann, da politische Dinge dabei mitspielten, war am 15. Mai glücklich erledigt. Die Schuldigen saßen in Untersuchungshaft, und wir beide konnten nach dieser Hetzjagd wieder etwas Luft schöpfen. Harald hatte der alten Köchin seiner Mutter am 15. abends strenge Anweisung gegeben, jeden Besucher in den nächsten drei Tagen erbarmungslos abzuweisen und zu erklären, wir seien noch in Petersburg. Am 16. morgens acht Uhr kam ich in den großen Gemüsegarten, der sich hinter dem Harstschen Familienhause bis an

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