Chapter

Das Geheimnis des Scheiterhaufens

Der Oberpriester der Schwe Dagon-Pagode in der ostindischen Hafenstadt Rangun hatte Harst und mich zu einer genauen Besichtigung der weitläufigen mit zu dem Heiligtume gehörigen Baulichkeiten eingeladen gehabt. Seine Exzellenz Scham Chulakawi war, wie ich bereits in der vorigen Erzählung erwähnt habe, ein feingebildeter, alter Herr, der sogar ein wenig Deutsch sprach. Unser Rundgang durch die Pagode war beendet. Nachdem wir noch in der Wohnung des Oberpriesters eine Erfrischung zu uns genommen hatten, verabschiedeten wir uns von dem liebenswürdigen Greise, der uns jedem dann noch schnell ein Päckchen in die Hand drückte. »Ein kleines Andenken, meine Herren,« sagte er und winkte einem Mönch, der uns durch die Höfe zum Haupteingang führen sollte. Als wir nun die große Freitreppe hinabstiegen, war es genau 1 Uhr mittags. Wir warfen noch einen Blick über die Hafenstadt Rangun hin und nahmen so Abschied von ihr. Plötzlich Harsts leise Stimme: »Wahrhaftig — da ist der Kerl schon wieder!« »Welcher Kerl?« »Hast Du ihn denn wirklich nicht bemerkt? Gestern bereits drückte er sich stets in unserer Nähe herum. — Bitte schau’ nicht nach ihm aus. Du würdest ihn doch nur schwer entdecken. Es ist ein sehr elegant gekleideter Chinese von über Mittelgröße mit einer goldenen Brille, so ein Vertreter eines Chinesentyps, der sich jetzt überall hier breit macht; fraglos ein reicher Kaufmann, der in

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