Ein Ungewoehnliches Muster
Seit drei Wochen war das Klassenzimmerfenster jeden Morgen offen. Herr Halpern, der Lehrer, war ratlos.
„Ich schließe das Fenster jeden Abend ab", sagte er. „Jeden. Einzelnen. Abend."
Er hielt den Schlüssel hoch.
„Und trotzdem — offen."
Die Klasse schaute zum Fenster. Es war das kleine hohe Fenster hinten, das mit dem kaputten Riegel.
Pim schrieb in sein Notizbuch:
*Fall Nummer 7: Das offene Fenster.*
Er hob die Hand.
„Darf ich ermitteln?"
Herr Halpern war ein guter Sport, was Pims Detektivarbeit anging. „Ja, aber bitte mach nichts kaputt."
In der Pause an jenem Morgen, während die anderen spielten, blieb Pim zurück. Er sah sich das Fenster an. Er sah den Boden unter dem Fenster an.
Da war — ein winziger Schmutzfleck auf dem Fensterbrett. Pim beugte sich näher heran. Der Fleck sah aus wie Erde. Aber er war klein. Sehr klein. Pims Finger war größer als der Fleck.
Er sah auf den Boden. Da waren noch drei winzige Flecken, in einer kleinen, ungleichmäßigen Linie, vom Fenster zum Bücherregal.
Die Flecken hörten beim Bücherregal auf.
Pim ging auf alle viere. Er leuchtete mit seiner Taschenlampe (ein Detektiv hat immer eine Taschenlampe) unter das Bücherregal.
Ein Paar winziger schwarzer Augen starrte zurück.
„Aha", sagte Pim, ganz leise.