Chapter

Erstes Kapitel Das Flachboot auf dem Pecos

Dort, wo der Rio Pecos sich durch die Ostausläufer der Guadalupe-Berge windet und dichter Urwald seine felsigen Ufer umgibt, lagerten in einer schmalen Schlucht in einer dunklen, stürmischen Sommernacht am Westufer des Pecos zwei Männer, ein Weißer und ein schlanker, kräftiger Indianer, in dessen Haarschopf ein paar Adlerfedern befestigt waren. Im Hintergrund der Schlucht standen drei Pferde und knabberten das Laub von den Büschen ab. Der Schein des kleinen Feuers, an dem die beiden Männer saßen, reichte gerade hin, zu erkennen, dass das eine der Tiere ein prachtvoller Rappe, das andere ein starkknochiger und gut gebauter Brauner und das Dritte ein Fuchs war. Der Weiße, der die übliche Tracht der Westläufer trug, sagte leise zu dem schweigsamen Gefährten: »Felsenherz bleibt recht lange aus, Häuptling. Hoffentlich ist ihm nichts zugestoßen.« Der Indianer machte nur eine beruhigende Handbewegung und gab weiter auf die Hirschkeule acht, die am Spieß über der Glut langsam gar briet. Der andere, von gedrungenem, breitschultrigem Wuchs, stopfte sich die kurze Holzpfeife aufs Neue und setzte den Tabak mit einem glimmenden Aststück in Brand. Sein bärtiges, mageres Gesicht mit den von buschigen Brauen beschatteten, lebhaften Augen hätte recht sympathisch gewirkt, wenn es nicht in dem Gesamteindruck etwas wie Grausamkeit und unbeugsame Härte verraten hätte. Dieser Mann, ein geborener

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