Chapter

Das Geheimnis der Sunda-See

Bei der Abendtafel erschienen im Speisesaal der Ersten Kajüte von den 85 Fahrgästen nur noch drei Herren und zwei Damen: die beiden Ehepaare Söllner und Bergstedt und der junge Morwitz. All’ die übrigen hatten es vorgezogen in ihren Kabinen zu bleiben, da den meisten infolge der Seekrankheit schon der Gedanke an Speisen zur Zeit mehr als widerwärtig war. Heinz Morwitz wandte sich, nachdem die Fleischbrühe gereicht war, an Frau von Bergstedt, die den geschniegelten, eingebildeten Menschen durchaus nicht leiden konnte, ihm aber aus Höflichkeit hin und wieder Rede und Antwort stehen mußte. „So ein zweitägiger Sturm in der Sunda-See zeigt erst, wer wirklich seefest ist, nicht wahr, gnädigste Baronin? Heute kann man hier mit Recht sagen: In den öden Speisesälen wohnt das Grauen …!“ „Mit dieser Verbesserung seiner „Glocke“ dürfte Schiller kaum einverstanden sein“, meinte die ebenso schöne wie unnahbare Frau von Bergstedt ablehnend. Ihr Gemahl dagegen, der sich eben ein Glas Wein einzuschenken versuchte, was bei dem starken Schlingern des Dampfers nicht ganz einfach war, lächelte ein wenig, während das Ehepaar Söllner, das den Bergstedts gegenübersaß, wieder so tat, als habe es des schönen Heinz bescheidenen Geistesblitz überhaupt nicht gehört. Söllners, die sich einmal durch eine ziemliche Körperfülle trotz ihrer jungen Jahre, dann aber auch durch überreichen Juwelenschmuck

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.