1. Kapitel: Das Fährschiff.
Mit dem „Geheimnis der Kabine Nr. 24“ beginnt eine Reihe von Abenteuern, die man mit Recht als Nordland-Abenteuer bezeichnen könnte, da ihr Schauplatz hauptsächlich das landschaftlich so abwechslungsreiche Norwegen ist. Die Kriminalfälle und seltsamen Geschehnisse, die mein Freund Harald Harst dort in Nordland aufklären konnte, gehören mit zu den eigenartigsten und aufregendsten, die er je in Arbeit hatte. – Am 3. Oktober kehrten wir im Auto gegen drei Uhr nachmittags heim. Wir waren beide müde und abgespannt, denn „Die Höllenmaschine Doktor Blucks“ mit ihrem verworrenen Nachspiel hatte uns volle 32 Stunden hintereinander in Atem gehalten. Vor dem Harstschen Familienhause in Berlin-Schmargendorf, Blücherstraße 10, stand ein Taxameterauto. Als wir unseren Kraftwagen verließen und Harald noch den Chauffeur bezahlte, kam die Köchin Malwine bereits durch den Vorgarten uns entgegengeeilt. „Es ist ein Herr aus Norwegen da,“ sagte sie ganz atemlos. „Der Herr ist furchtbar erregt und rennt im Garten hinten vor Unruhe auf und ab. Hier ist seine Visitenkarte.“ Die Karte zeigte den Aufdruck: „Herr Doktor Olavsen wird sich etwas gedulden müssen,“ meinte Harald. „Ich habe Hunger. Ist das Mittagessen bereit, Malwine?” „Jawohl, Herr Harst!“ Da sahen wir auch schon einen jüngeren Herrn mit blondem Schnurrbart aus der Haustür treten. „Ah – endlich!“ rief er und winkte mit der Hand, schritt