Chapter

Das Geheimnis der Javotte

Im letzten Herbst ritten zwei junge Leute gegen acht Uhr abends die Straße von Noisy entlang, in der Nähe von Luzarches. Sie kamen von der Jagd; hinter ihnen führte der Bursche die Hunde. Die Sonne sank und umgoldete den schönen Wald von Carenelle, in dem der verstorbene Herzog von Bourbon zu jagen liebte. Der jüngere Reiter, vielleicht fünfundzwanzig Jahre alt, trabte fröhlich seinen Weg und sprang keck über die Hecken. Der andere schien zerstreut und sorgenvoll. Das eine Mal trieb er sein Pferd ungeduldig an, dann wieder zügelte er es und blieb gedankenversunken zurück. Kaum daß er den lustigen Reden seines Gefährten entgegnete, der ihn wegen seines beharrlichen Schweigens aufzog. Er schien in das absonderliche Träumen des Weisen oder des Verliebten verstrickt, die selten dort sind, wo sie zu sein scheinen. An einem Kreuzweg sprang er vom Pferd, schritt auf einen Graben zu und zog aus dem Sand einen halb eingegrabenen Weidenzweig, brach ein Blatt, verbarg es ängstlich an seiner Brust und bestieg wieder das Pferd. »Pierre«, sprach er zu dem Jägerburschen, »geh zur Herberge und dann durch das Dorf nach Clignets. Mein Bruder und ich werden durch den Park reiten; denn Gitana ist heute nicht artig und macht mir Dummheiten, wenn wir im Hohlweg einer Viehherde begegnen.« Der Bursche gehorchte und ging mit den Hunden einen Felsensteig. Als der junge Armand de Berville – so hieß der

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