Vorwort
Vorwort Die Papiere, die hier veröffentlicht werden, sind auf eine so eigentümliche Weise in meinen Besitz gelangt, daß ich mich veranlaßt sehe, darüber Rechenschaft abzulegen. Ich lernte zu Anfang des vergangenen Sommers, also etwa dreiviertel Jahre nach dem Verschwinden der Gioconda aus dem Louvre, in einem Kopenhagener Hotel einen Herrn kennen, der sich mir unter dem japanisch klingenden Namen DACO-NOGI vorstellte. Dieser Herr, den ich, wie die Dinge nun einmal liegen, für den Autor des hier veröffentlichten Tagebuchs halten muß, besaß, ohne von mir irgendwie dazu aufgefordert worden zu sein, die große Liebenswürdigkeit, während meines Aufenthalts in Kopenhagen mein Fremdenführer zu sein und sich meiner in jeder erdenklichen Weise anzunehmen. Er schien ein ganz besonderes Vergnügen daran zu finden, mir die mannigfaltigen Schönheiten Kopenhagens, das er außerordentlich liebte, zu zeigen und wenn ich in der kurzen Zeit von etwa zehn Tagen, so ziemlich alles gesehen habe, was Kopenhagen Sehenswertes besitzt, so verdanke ich das lediglich meinem Führer und seiner oft erstaunlichen Ortskenntnis. Er war selbst kein Däne, sondern nach der Klangfarbe seiner Sprache zu urteilen ein Deutscher, aus den rhein-mainischen Gegenden. Aus den Gesprächen ging hervor, daß er seit Jahren auf Reisen war, China, Japan, die Vereinigten Staaten, Südamerika, Indien genau kannte und sich sowohl in