Chapter

Das Forsthaus in den Argonnen

„Kinder, wenn wir nur erst wüßten, wo die Reise hingeht,“ meinte einer der Infanteristen, der in dem zum Militärtransport eingerichteten Viehwagen der halbgeöffneten Schiebetür am nächsten saß und daher die beste Gelegenheit hatte, die an dem dahinrollenden Zug vorüberhuschende Landschaft zu mustern. Die Bemerkung war in den acht Stunden, die der Eisenbahnzug mit dem neugebildeten Ersatzbataillon nun bereits unterwegs war, so ungefähr alle zehn Minuten von einem der zweiunddreißig Mann dieses Wagens gemacht worden. Und zu verargen war diese Neugier gewiß niemandem. Denn nun, wo man endlich nach den neun Wochen Ausbildung in der rheinischen Großstadt an die Feind kommen sollte, wollte natürlich jeder wissen, ob das Bataillon droben in Belgien oder irgendwo in der endlosen Kampflinie in Frankreich Verwendung finden würde. Nur das eine wurde so langsam allen klar: nach Belgien ging’s nicht! Hatte man doch schon verschiedene Städte passiert, die an der Hauptverbindungsbahn Metz – Chalons lagen. Also würde man sich doch mit den Herren Rothosen herumschlagen müssen! Auch gut! Feind blieb ja schließlich Feind, obwohl jedermann des Bataillons doch weit lieber die Engländer so ein wenig verdroschen hätte. Wieder verstrich eine Stunde. Die Sonne, die erst am Nachmittag aus dem grauen Regengewölk hervorgetreten war, neigte sich bereits dem westlichen Horizont zu. Die meisten Soldaten

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