Erster Teil
Ja, da sitze ich nun, der Ofen raucht noch ein wenig, aber es brennt nur Torf darin, und da hat es nicht viel zu sagen. Ich liebe es beinahe, wenn es um mich nach Torfrauch riecht. Es erinnert mich an meine Kindheit und das Stammhaus meiner Väter, wenn dort der Ahne auf der Diele stand und Honig kochte. Es roch süß und brenzlig zugleich, daß einem die Augen darüber tränten. Die ganze Diele schwamm in einem Licht, das blau war vom Rauch des Feuers auf dem offenen Herd, blau wie Delfter Kacheln. So hocke ich nun hier am Feuer in der alten verlassenen Hütte und träume meine Märchen, Märchen von dem zagen Lächeln einer stillen Frau, von großer Einsamkeit, von Windstößen und rauschenden Wassern in den Tiefen und Höhen. Draußen fliegen die Wolken. Ihre Flügel sind weit, und ihr Gefieder ist grau wie die Schwingen junger Schwäne. Sie fliehen vor dem Wind, aber er ereilt sie doch, ergreift und durchbraust sie, daß ihre Gewänder sich bauschen und ein Schrei der Lust aus ihren grauen Kehlen bricht. Warum ich hierher gegangen bin? Warum sitzest Du in Deiner Stube, bist heute Abend gerade dort in Deiner Stube, in Deinem Dorfe? Genug, ich bin hier, mitten in diesem unwegsamen, alten Moore und lasse jeden dazu sagen, was er Lust hat. Denn als eine Torheit sehen sie es an, die mich hier wissen. Im Sommer mag es angehen, sagen sie. Aber im Winter in diesem elenden Moore zu hausen, wenn das