Das Erbe der Uraniden
Seit den ersten Morgenstunden tobte die Schlacht. Der weite Luftraum zwischen den Vogesen und der Ebene von Chalons erfüllt von den Schwärmen der kämpfenden Geschwader. Der Angriff der roten Sowjetkräfte stockte. Alles, was sich von der zertrümmerten deutschen Luftmacht hierhergerettet, die auch schon stark verbrauchten englischen und französischen Luftstreitkräfte . . . noch einmal zusammengerafft, boten sie dem überlegenen Feind die Stirn. Das Riesenschiff des russischen Oberbefehlshabers stand, umgeben von einigen Reservegeschwadern, über der Rheinebene. Nur noch nach Stunden berechnete man hier den Widerstand der letzten weißen Kräfte. Die Nachrichten von der Südfront gegen Italien, von der Nordfront gegen Skandinavien meldeten nur unbedeutende Kampfhandlungen. Die vierte Nachmittagsstunde brach an. Die Kämpfe hatten sich immer mehr auf die Gegend um Chalons konzentriert. Eine Meldung: »Ein Geschwader der Sowjetflotte auf der linken Flanke vernichtet!« Der Höchstkommandierende las mit Erstaunen die Depesche . . . Ein ganzes Geschwader seines linken Flügels plötzlich vernichtet!? . . . Sollten es spanische Reserven sein, die da eingegriffen? Nach seiner Berechnung konnten sie noch nicht da sein. Neue Depeschen . . . der Kampf wogte überall verlustreich weiter, doch es war aus den Berichten zu ersehen, daß die Sowjetkräfte wieder im Vorrücken waren. Eine neue Meldung . . .