Chapter

Der Brustbeutel

»Es bleibt eine Gemeinheit,« sagte Lücke, und sein Monokel beschlug, weil ihm vor Ärger noch heißer wurde. Er nahm es aus dem Augenwinkel, säuberte es und blickte über die Reling auf die arabische Barke hinab, die Harst hier im Hafen von Aden vorhin in aller Stille gemietet hatte. Unser Gepäck wurde bereits drunten in der Kajüte dieses vorsintflutlichen Seglers verstaut, und es hieß Abschied nehmen. »Glauben Sie, daß es mir leicht wird, diesen Abstecher nach Sokotra zu machen und daheim das Weihnachtsfest zu versäumen, lieber Lücke?!« meinte Harst begütigend. »Keineswegs! Ich bliebe wirklich lieber hier an Bord der Sussex mit all seinem Komfort eines schwimmenden Luxushotels, anstatt mich den stinkenden Planken der famosen Omalla anzuvertrauen. Aber der junge Branting hat mich so flehentlich gebeten, ihm zu helfen, hat mir anderseits aber auch strengste Verschwiegenheit zur Pflicht gemacht. Er ist ein so überaus sympathischer Engländer, und seine Schwester Jane, — nun Sie haben Miß Jane von Bombay bis hier nicht gerade vernachlässigt, Sie Ehemann auf Urlaub, Sie!!« Lücke lächelte dünn. Er schlug einen anderen Ton an. »Kinder, daß es mir verdammt schwer wird, mich von euch zu trennen — kein Wunder! Was wir da in Indien Schulter an Schulter ausgefochten haben, hat uns einander noch näher gebracht.« Er wurde leicht gerührt. »Hoffentlich handelt es sich um nichts Gefährliches,

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