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Vorwort

Die nachfolgende Arbeit »Das Ende König Ludwigs II. von Bayern« ist zwar vom Verfasser selbst mit einer Einleitung versehen worden und bedürfte somit keiner besonderen Einführung, dennoch hielt ich es für notwendig, einige Worte über die Entstehung dieser dramatischen Aufzeichnung zu sagen, denn nur so kann deren geschichtlicher Wert richtig eingeschätzt werden. Die Niederschrift erfolgte unmittelbar nach der aus nächster Nähe miterlebten Katastrophe, einschließlich aller damit verbundenen Krisen – also noch völlig unter dem Eindruck dieser Erlebnisse. Gedächtnisfehler sind daher ausgeschlossen. Nur einige erklärende Fußnoten und die wörtliche Zitierung aus Dr. Müllers Schrift sowie der Bericht des Friseurs sind vom Verfasser später eingefügt. Es ergibt sich aus dieser authentischen Schilderung somit unter anderem auch eindeutig, daß der unglückliche König nicht fliehen wollte, wie später, manchmal auch noch in jüngster Zeit, behauptet wurde, sondern daß er den Tod in geistiger Umnachtung suchte und fand. Doch nicht nur geschichtlich, sondern auch politisch hat diese Aufzeichnung ihre Bedeutung, denn sie gewährt Einblicke in den damals komplizierten diplomatischen Verkehr der Bundesstaaten untereinander, trotz des »geeinten« Reiches. Die Tätigkeit der preußischen Vertretung in Bayern trat damals besonders in den Vordergrund. Es galt den Reichsgedanken gegenüber den

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