Die Fahrt auf der Malwine
„Wieder vorbei! – Ungeschick läßt grüßen!“ rief Fritz Prestat dem um ein Jahr älteren Bruder zu, der soeben mit der kleinen Harpune, die ihm der Obermatrose Jochem vor ein paar Tagen zurechtgezimmert hatte, einen dicht an der Backbordwand vorbeischwimmenden Haifisch gefehlt hatte. Heinrich warf dem Jüngeren, der drei Schritt entfernt an der Reling der Bark lehnte und vorhin einen der gierigen Meeresräuber regelrecht aufgespießt hatte, einen wütenden Blick zu und zog dann die Harpune an der langen, dünnen Leine wieder empor. Jochem Spalding, der Obermatrose, wollte gerade seinem kleinen Freund einige Lehren über die Kunst des Harpunierens geben, als Kapitän Meller aus der Tür des Kajütenaufbaues heraustrat und Jochem grob anfuhr: „Wär’ auch besser, du drücktest jedem der Bengels einen Farbentopf und einen Pinsel in die Hand, damit sie für das geringe Passagiergeld wenigstens sich so etwas nützlich machen. – „Allons – rein in die Jolle und die große Kratzstelle übergestrichen, wo uns letzten am Bug der ver… Eisberg schrammte. Die Flaute hält sicher noch den Tag über an, und bei solchem Wetter ist’s die einzige Möglichkeit, unseren alten Kasten außenbords etwas herauszustaffieren.“ Wenige Minuten später standen die beiden Knaben, die noch die Lederanzüge ihrer brasilianischen Heimat trugen und darin recht abenteuerlich aussahen, in dem dicht am Bug angebundenen, leise auf und ab