Das Buch vom Gaucho Sombra
Dieses Buch sei gewidmet: Ihnen, Don Segundo; und dem Gedächtnis der Entschlafenen: Don Rufino Galván, Don Nicasio Cano und Don José Hernández; und meinen Freunden, den Viehtreibern und Pferdezähmern: Don Victor Taboada, Ramón Cisneros, Pedro Brandán, Ciriaco Diaz, Dolores Juárez, Pedro Falcón, Gregorio López, Esteban Pereyra, Pablo Ojeda, Victorino Nogueira und Mariano Ortega; sowie allen Landleuten in meiner Heimat, und allen denen, die ich nicht kenne, und deren Herz doch in diesem Buche schlägt; sowie dem Gaucho, den ich in mir selber trage, wie die Kustodie in sich die Hostie, birgt. Vor dem Städtchen, ungefähr zehn Cuadras von seinem Mittelpunkt entfernt, schwingt die alte Brücke ihren Bogen über den Fluß und verbindet die Hütten mit dem flachen Lande. Auch an jenem Tage hatte ich mich, wie ich es häufig zu tun pflegte, in den kühlen Schatten ihres Mauerwerks geflüchtet, um ein paar Bagrewelse zu angeln, die ich hernach beim Schankwirt der »Blanqueada« gegen Leckereien, Zigaretten oder einige Centavos eintauschen wollte. Ich war nicht in meiner gewohnten guten Laune, fühlte mich gereizt und mürrisch und hatte die Kameraden, die sonst meinen Müßiggang teilten, nicht benachrichtigen mögen; ich hatte keine Lust gehabt, ein vergnügtes Gesicht zu machen und meine alten Späße zu wiederholen. Selbst das Angeln war mir heute nebensächlich, und ich ließ es geschehen, daß die