1. Kapitel: Ein Todesurteil.
1. Kapitel. Ein Todesurteil. Alam Bandur, unser liebenswürdiger Wirt in Allahabad, besuchte uns am Morgen nach Warbattys mißglücktem Anschlag auf die Diamanten des Goldschildes des weißen Elefanten ganz überraschend auf unserem Kutter, den er uns als Wohnung zur Verfügung gestellt hatte. Bandur, ein sehr reicher eingeborener Kaufmann, war durch die Sorge um unsere Sicherheit zu uns getrieben worden. Er hatte in der Morgennummer der Allahabadpost unser gestriges Abenteuer mit allen Einzelheiten geschildert gefunden und so auch gelesen, daß zwei der verhafteten Mitschuldigen Warbattys zu dem Geheimbunde Putra Rakisana — Schwertbrüder — gehörten, einer Vereinigung von über ganz Indien zerstreuten Verbrechern. Wir empfingen ihn in der Wohnkajüte. Sofort nach der Begrüßung warnte er Harst sehr eindringlich vor den Schwertbrüdern. »Sie haben sich die Brüderschaft zu Todfeinden gemacht, Master Harst. Nehmen Sie das nicht leicht. Gerade dieser Geheimbund ist fast noch gefährlicher als die Thugs, die Mördersekte, mit denen die Schwertmänner in engster Verbindung stehen. Glauben Sie mir: Warbatty ist auch nicht im entferntesten trotz all seiner Schlauheit so zu fürchten wie der Putra Rakisana. Ich könnte Ihnen Fälle erzählen, in denen Polizeibeamte in ihrer Wohnung am hellen Tage aus Rache von den Schwertbrüdern ermordet wurden, ohne daß man auch nur die geringste Spur von dem Täter