Chapter

Marko Kossali

Am Tage Petri und Pauli schlich Marko Kossali aus dem Kreise, der um ihn zu sein pflegte und nun, wie alle Bewohner der Stadt, gegen den Palast der Rektoren zu drängte, und ging in die Berge. Am Nachmittage kamen Jünglinge aus dem gesegneten Brenotale, die er kommen geheißen hatte, und harrten seiner und der erwarteten Lehren. Maria und Giorgio Montefiori trieben wieder, wie in der Kindheit, Hand in Hand die steilen Gassen gegen die Stadtmauer zu auf und nieder, fragten und suchten nach dem Meister. Abends standen sie hilflos, nach Francesco Bratanić, dem Fischer, forschend, im Hafen. Langsam kam ein großes Levantinerschiff mit wunderbar erleuchteten Segeln heran. Barken lösten sich, flatterten zurück, Abendsonne strahlte aus Antlitzen auf die schattigen der Geschwister. Da neigte Giorgio sich weit hinaus; Maria, die noch nichts sah, klammerte sich an den Arm des Bruders, und beide lehnten sich der Segelbarke entgegen, die nun gemach, von Zurufen wie bewimpelt, in den Hafen trieb. Der Meister steuerte, ruhigen Blickes, zog dann die Segel ein und glitt schräg an den Molo heran, wo die Hände der Montefiori ihn erwarteten. Dennoch fragte er fast rauh: »Wer sagte euch, daß ich auf dem Meere den Tag hingebracht habe?« »Wir wußten es nicht, Meister,« entgegneten sie beide zag, »wir haben deinen Freund Francesco gesucht, daß er uns sage, wo du seist.« »Ich habe keinen Freund, ihr

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