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Auf dem Berg der Verdammnis

Auf dem Berg der Verdammnis. Da bin ich, hier droben in der Felsenwildnis. Seit wann bin ich hier? Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie lange ich mich bereits an dieser Stätte der Verdammnis befinde: in meinem Kerker, auf meinem Richtplatz, in meinem Grabe. Ich habe die Tage, die Wochen, die Monate nicht gezählt. Mir scheint's, als hätte ich Gedächtnis und Erinnerung verloren. Es ist mir ganz recht so. Vielmehr, es ist mir ganz gleich. Wozu bedarf der Mensch des Gedächtnisses? Besser für ihn, er vergißt. Und nun gar die Erinnerung! Man sollte sie sich ausbrennen können, wie einem die Augen ausgebrannt werden. Es müßte gut thun, im Gehirn eine spitze, züngelnde Flamme zu spüren. Und das Feuer fräße alles, was in eines Menschen Kopf kreist; Gedanken, Vernunft, Bewußtsein verloderten in der Glut. Und ebenso müßte es mit der Empfindung geschehen können: der Mensch sollte im stande sein, sich abzutöten, daß er von seinem Leibe nichts mehr fühlte, und stäche man diesen mit glühenden Nadeln, vielleicht daß er es dann ertrüge, wenn das Leben ihm giftige Pfeile ins Herz stößt – – Ich will fortfahren, was ich an mir beobachte und bemerke, getreulich zu verzeichnen: dem Himmel werde ich damit schwerlich dienen, wohl aber mir selbst. Ich bin matt und vermag die Hand auf dem Papiere kaum fortzuschieben. Versuche ich nachzudenken, so ist mir, als ob mein Gehirn klirrend gegen den Schädel

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