1. Kapitel: Eine Mondnachtszene
1. Kapitel. Eine Mondnachtszene. »Ihr seid, nehmt’s mir nicht übel, in der Tat mit einem Spleen behaftet!« sagte Detektivinspektor Grablay zu uns. Es war Abend, und auf der Veranda war es kühl und angenehm. — Sie kennen Jaspers Bungalow, Fräulein Friedel P. aus dem bekannten ostpreußischen Seebade. Sie lesen ja alle Harstbände, wie Sie mir anvertraut haben. Sie schreiben so offen: »Ich bin sehr verwöhnt, was Lektüre betrifft, — Ihre Bücher lese ich sehr gern … « — Ich möchte Ihnen an dieser Stelle für diesen Brief danken, ebenso dem Harstfreunde aus Algier, der mir die echte Beduinensatteltasche schickte … Sie hängt rechts neben meinem Schreibtisch an der Wand, und quer darüber hängt das lange indische Wurfmesser, mit dem Harst beinahe das Lebenslicht ausgeblasen worden wäre. Es ist mir beim besten Willen nicht möglich, jede Zuschrift durch einen Brief zu beantworten. So danke ich denn auch heute hier allen denen, die in den letzten Wochen meiner gedacht haben, — z. B. dem Herrn aus Jena, der sich hinter einem Pseudonym verbarg … Weshalb zollen Sie meinem Bemühen, meine Leser harmlos zu unterhalten, nicht unter Ihrem wahren Namen so schmeichelhafte Anerkennung?! Ihr Brief verrät manches. Ihr flotter Stil, Ihre eigenartigen Redewendungen beweisen mehr als Durschnittsbildung. Wollen Sie nicht einmal im Senderaum von Runxendorf auf Welle 0,03 einen Vortrag über die literarische