willst.“
Er stand nun unmittelbar an der Hecke, die unsere Grundstücke voneinander trennte. „Komm jetzt verdammt noch mal von diesem Dach runter und verkriech‘ dich in deinem Keller, sonst hole ich dich da runter.“
Empört schüttelte ich den Kopf. „Sag mal, wie redest du denn mit mir? Ich weiß, dass du keinen Respekt vor deinen Mitmenschen hast, aber alles kannst du dir auch nicht erlauben. Und überhaupt, was interessiert dich denn, was mit mir ist? Warum bringst du nicht lieber dich selbst -“
In diesem Moment wurde das Dröhnen des Tornados noch lauter und ein Baum, der im Nachbarsgarten gestanden hatte, flog entwurzelt durch die Luft.
„Mist!“ Sofort legte ich mich flach auf den Boden. Erst jetzt bemerkte ich einen zweiten Tornado, der aus einer anderen Richtung gekommen sein musste. Direkt vor meinen Augen wurde der gewaltige Stamm umhergewirbelt. Panik breitete sich in mir aus. Es waren nur wenige Meter, aber ich würde einmal komplett durch den dicht bewachsenen Garten kriechen müssen.
„Komm jetzt, Vanessa!“
Wieder hörte ich Jakes Stimme. Doch dieses Mal kam sie nicht von der Einfahrt her. Irritiert hob ich den Kopf und sah ihn im Türrahmen der Dachterrasse stehen.
„Was … bist du etwa in mein Haus eingebrochen? Du spinnst wohl!“
Die Panik wurde für einen Moment von Wut verdrängt und ich machte Anstalten, mich aufzurichten. Doch bevor ich weiterschimpfen konnte, trat Jake alarmiert einen Schritt auf das Dach hinaus.
„Du willst jetzt nicht ernsthaft aufstehen, oder?“, schrie er mir entgegen. Weiter kam er nicht, denn der Tornado war so nah, dass der darin umherwirbelnde Baum mit einem ohrenbetäubenden Krachen in das Haus nebenan flog.
„Shit, das Haus der Millers …“. Wie erstarrt kniete ich zwischen meinem Gemüse. Plötzlich schlangen sich zwei Arme um meine
