Chapter

Auf der Arkansas

»Nun, Steuermann, wieviel Knoten laufen wir?« Kapitän Peters stand auf der Brücke und beobachtete mit zusammengekniffenen Brauen den Umdrehungsanzeiger der Maschine. Der Angeredete schob seine Mütze in das Genick und wischte sich mit dem breiten Handrücken den Schweiß von der Stirn. »Ist ein Kreuz, Käpt'n; sind schon wieder zwei Kessel ausgefallen …, Siederohrbruch, wie üblich. Die Maschine fängt auch schon an, lahm zu werden; die Stopfbuchsen der beiden Hochdruckzylinder sind ausgeschlagen, die Packungen halten nicht mehr dicht. Ist ein Qualm und Wrasen im Maschinenraum, daß die Leute unten bald ersticken. Dazu die Hitze! Augenblicklich haben wir sechs Atmosphären in den Kesseln, das reicht zu sieben Knoten Fahrt. Mehr gibt die Maschine nicht her. In diesem Tempo kommen wir im Leben nicht nach Manila!« Kapitän Peters brummte etwas Unverständliches in den Bart und begann, die Hände auf dem Rücken verschränkt, auf der Brücke auf und ab zu wandern. Vorsichtig schielte Steuermann Smith zu ihm hinüber. Er kannte den heftigen Jähzorn des starrköpfigen Alten. Wenn der erst mal in Fahrt war, dann war mit ihm nicht gut Kirschenessen, und der Alte war in Fahrt, mehr als sein Frachter. Aber was Smith zu sagen hatte, das mußte mal raus, komme, was da wolle. Es handelte sich schließlich um Gesundheit und Leben der Besatzung. »Käpt'n«, sagte er ruhig, »wir müssen den Kurs ändern!« Mit einem

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