Chapter

Erster Teil

30. September. Bei Antoinette stimmt irgend etwas nicht. Das Essen, das sie uns diesen Abend vorsetzte, war beinahe ungenießbar. Bei Stenson stimmt auch irgend etwas nicht, denn er spielt jetzt seine geistlichen Trauermelodieen auf der Concertina, während ich zu Hause bin; aber das dulde ich nicht. Bei der Katze stimmt auch irgend etwas nicht. Wie eine verdammte Seele läuft sie im Hause herum und beschnuppert alles. Heute abend sprang sie tatsächlich auf den Eßtisch, sah mich mit ihrem einen Auge, in dem der Jammer von zweien konzentriert war, an und miaute mir herzbrechend ins Gesicht. Im Hause stimmt irgend etwas nicht – meine Federn wollen nicht schreiben, meine Bücher sehen aus wie Totenbeine in einem Beinhaus, und das Manuskript meiner »Geschichte der Moral der Renaissance« liegt wie ein staubiges Denkmal der Unzulänglichkeit aller menschlichen Bestrebungen auf meinem Schreibtisch. Und bei mir selbst stimmt auch irgend etwas nicht. Judit ist eben von ihrem Aufenthalt bei den Willoughbys zurückgekommen, und auch bei ihr stimmt irgend etwas nicht. Ich habe sie heute abend besucht, und da war sie in recht wechselnder Laune und sehr zum Widerspruch aufgelegt. Sie behauptete, ich sei langweilig, aber ich entgegnete, wenn die ganze herbstliche Natur draußen von Regen überschwemmt sei, könne der Mensch unmöglich guter Laune sein. »In diesem Zimmer hier mit dem hellen Feuer und

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