Chapter

Erster Teil

Aus Gründen, die ich später angeben werde, sitze ich hier in Verona, um das ganz absonderliche Abenteuer zu erzählen, das ich erlebt habe. Ich will die kurzen Notizen meines Tagebuchs, das offen vor mir liegt, erweitern und ausführen, und beginne mit einem vergnügten Maientag vor sechs Monaten. 20. Mai. London. Heute ist die siebente Wiederkehr des Tages meiner Befreiung aus der Gefangenschaft. Mit einem Seufzer unbeschreiblicher Erleichterung will ich dieses Tages in meinem Tagebuch immer gedenken. Sieben lange glückliche Jahre bin ich jetzt von dem erniedrigenden Einfluß der Abcschützen und der Einmaleinsschüler befreit. Es gibt freilich Leute, die die modernen englischen Jungen anregend und die alten Ägypter unterhaltend finden. Das sind die geborenen Schulmeister, und bei Schulmeistern heißt es wie bei den Poeten: nascuntur, non fiunt. Als was ich geboren bin, das kann ich nicht ergründen. Jedenfalls nicht als Schulmeister, und die vielen in der Tretmühle der Schule verbrachten Jahre haben mich auch zu keinem gemacht. Sie verwandelten mich nur in einen Automaten, der von mir selbst gefürchtet, von den Kollegen geuzt und von den Schülern manchmal gutmütig geduldet worden war. Heute vor sieben Jahren bekam ich den Brief vom Rechtsanwalt. Die Briefe trafen gewöhnlich gerade vor Beginn der Schule ein; so öffnete ich ihn denn im Schulzimmer und, von Schrecken überwältigt mußte

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