Chapter

Großgünstiger vnd Hochgeehrter Leser.

ALs ich von Straßburg zurück in Niederland gelanget / vnd zu Ambsterdam bequemer Winde nacher Deutschland erwartet / hat eine sehr werthe Gesellschafft etlicher auch hohen Standes Freunde / mit welchen ich theils vor wenig Jahren zu Leiden / theils auff vnterschiedenen Reisen in Kundschafft gerathen / mich zu einem Panquet / welches sie mir zu Ehren angestellet / gebeten. Als bey selbtem nach allerhand zugelassener Kurtzweilen / man endlich auff Erzehlung unterschiedener Zufälle gerathen / vnd damit einen zimlichen Theil der Nacht verzehret / hab ich mich entschlossen Abschied zu nehmen / vnd in mein damaliges Wirthshaus zu eilen. Wolgedachte meine Liebesten wolten / was ich auch bitten oder einwenden möchte nicht unterlassen mich biß nach Hause / durch die so weite Stadt zu begleiten / vnd geriethen so bald sie auff die Gassen kommen wieder auff ihr voriges Geschicht-Gespräch / dabey mir auff jhr anhalten Anlaß gegeben / den Verlauff dieser zwey vnglücklich Verliebeten zu erzehlen. Die Einsamkeit der Nacht / die langen Wege / der Gang über den einen Kirch-Hof vnd andere Umbstände machten sie so begierig auffzumercken: Als frembde ihnen diese deß Cardenio Begebnüß / welche man mir in Italien vor eine wahrhaffte Geschicht mitgetheilet / vorkommen / daß sie auch nach dem ich mein Reden geendet / von mir begehren wollen jhnen den gantzen Verlauff schrifftlich mitzutheilen. Ich der

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.