Der Juwelenraub
Die bleiche Sonne kämpfte gegen graue Wolkenmassen an, als gegen halb elf Uhr die Old Bond Street in London allmählich erwachte. Zwei junge Leute saßen in einem eleganten Luxuswagen, der an einer Ecke des Berkeley Square hielt. Der Mann am Steuer warf das Ende seiner Zigarette aus dem Fenster und sah kurz auf seine goldene Armbanduhr, dann berührte er den Schalthebel, während er zu gleicher Zeit mit der Linken auf den Anlasser drückte. »Wir wollen losfahren«, sagte er zu seinem Begleiter. »Ist mir recht. Geben Sie nur Gas. Viel Glück.« Leise surrend glitt der Wagen auf die Fahrbahn, und der Mann am Steuer drehte das Rad nach rechts. Langsam ging es die Bruton Street hinunter, an deren Ende sie zwei bis drei Minuten warten mußten, bevor sie in die Old Bond Street einbiegen konnten. Etwa hundert Meter weiter die Straße entlang hielt der Wagen vor einem kleinen Laden mit vergitterten Fenstern. Über dem Schaufenster stand in goldenen Buchstaben: »Gebrüder Curtis, Juweliere.« Der Fahrer schätzte den Abstand zwischen seinem Auto und dem anderen, das vor ihm stand, dann warf er einen Blick nach rückwärts, um die Straße zu übersehen. »Alles klar. Beeilen Sie sich.« »Es dauert höchstens zwei Minuten.« Als die Ladentür sich öffnete, schaute Mr. Nicholas Proddy auf und lächelte. Das Geschäft ging in der letzten Zeit nicht gerade glänzend, und ein früher Kunde war daher willkommen. Mit