Chapter

C. 15

Die schlanke Motorbarkasse des englischen Kreuzers glitt tänzelnd über die nicht allzu hohen Wogen des Atlantischen Ozeans hin, beschrieb dann einen Bogen und legte an der bereits heruntergelassenen Schiffstreppe des holländischen Frachtdampfers an. Ein Marineleutnant und sechs Mann kletterten flink an Bord des neutralen Schiffes und begannen es nach deutschen oder österreichischen Fahrgästen abzusuchen, obwohl der dicke Kapitän bestimmt versicherte, er habe nichts Verdächtiges an Bord. Der englische Offizier lächelte überlegen. Und schon zehn Minuten später hatte er einen der Heizer, einen jungen, dunkelhaarigen Menschen, aus dem Maschinenraum an Deck gebracht, wo er mit dem angeblichen Mexikaner, dessen Papiere im übrigen tadellos in Ordnung waren, ein sehr eingehendes Verhör anstellte. Es war klar: irgend einer der Matrosen der „Rotterdam“ hatte den Verräter gespielt, sicher ein käufliches Subjekt, dem der Engländer durch heimlich zugestecktes Geld den Mund geöffnet hatte. Der dicke Kapitän, dem der junge Mexikaner, den er in New York angemustert hatte, gleich nicht recht geheuer vorgekommen war, der sich aber trotzdem absichtlich nicht näher mit ihm beschäftigt hatte, zuckte jetzt gleichgültig die Achseln, als der Leutnant ihm erklärte, das angebliche Mexikanisch des Heizers sei ein höchst mangelhaftes Spanisch, und noch triumphierend hinzufügte, die dunklen Haare seien

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