Chapter

Widmung und Prolog

Buch der Sachsen Den hohen Fürsten des erlauchten Hauses Wettin ehrfurchtsvoll gewidmet. Kühn hab' ich gewagt, rhapsodischen Flugs Euch Thaten zu singen der Sachsen, Sind's Blätter auch nur vom gewaltigen Baum, sie bilden doch immer ein Kränzlein. Blutfarben der Schlacht verwob ich im Lied mit den tröstlichen Farben des Friedens, Im Herzen den Wunsch, sie möchten sich schön wie der Bogen der Iris verschmelzen, Daß günstigen Sinns der Befreundeten Kreis gern horche dem rhythmischen Reigen. Wem theuer das Volk, wem heilig das Land, das eigen er nennt von Geburt an, Der ehrt in der Brust die Ahnen des Stamms, die Beschirmer des heimischen Herdes; Dem dringt in das Mark electrisch das Lob unsterblicher Helden der Vorzeit, Bald regt sich in ihm die begeisterte Glut, Gleichgroßes zu schaffen und Gutes. Das Lorbergeflecht um die blendende Stirn verewigter Todten in Marmor Uebt magische Kraft auf der Enkel Gemüth, zu erobern die Kränze der Nachwelt, Themistocles gleich, den stündlich zum Ruhm anspornte Miltiades Standbild. Es vererbte der Stolz Jahrhunderte sich, aus der Sachsen Geblüte zu stammen, Von Geschlecht zu Geschlecht, als trautes Symbol die erwärmende Sonne der Gradheit. Ob klein das Gebiet, hell leuchtet der Ruhm der väterlich waltenden Fürsten, Die der Willkür Schwert umwandelten stets in das wonnige Zepter der Milde. Sie lohnten gerecht das gerechte Verdienst Selbstsucht

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