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Einleitung

Einleitung Der Öffentlichkeit werden hiermit die von Annette von Droste-Hülshoff an Levin Schücking geschriebenen Briefe übergeben, die sich in seinem Nachlasse vorfanden. Leider haben sich von seinen eigenen an die Dichterin gerichteten nur einzelne und auch diese nicht immer vollständig erhalten. So sind es vor allem die mit der mikroskopisch kleinen Schrift Annettens bedeckten Blätter, denen wir den Einblick in ein Freundschaftsverhältnis verdanken, das nicht nur für das Schaffen der Dichterin die höchste Bedeutung gewann, sondern das auch eine Kraft der Empfindung, einen Reichtum des Gemüts in sich barg, wie sie der moderne Mensch in seiner Unrast und Zersplitterung nur schwer nachzufühlen vermag. Annette von Droste war um viele Jahre älter als ihr junger Freund. In einem nach ihrem Tode in Memoriam geschriebenen BüchleinL. Schücking, Annette von Droste. Ein Lebensbild. Hannover, Carl Rümpler, 1862; zweite Auflage, 1871. sowie in seinen »Lebenserinnerungen« berichtet Levin Schücking von seinem ersten Besuche, den er im Jahre 1830 als Münsterscher Gymnasiast der Freundin seiner Mutter machte. Erst acht Jahre später, als er seine juristischen Studien beendet hatte und in die Heimat zurückgekehrt war, trat er Annetten näher. Ein reger persönlicher Verkehr entspann sich. Allwöchentlich am Dienstage wanderte er um die Nachmittagszeit hinaus nach dem ungefähr eine Stunde westlich

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