Chapter

Erstes Kapitel

Worin es der Teufel mit einem lyrischen Schriftsteller, einem Bankier und einem Hoteldieb zu tun bekommt. An einem außergewöhnlich düsteren Nachmittag, an dem der Himmel so voll schwarzer Wolken und Unwetterdrohungen hing, dass in vielen Wohnungen schon frühzeitig Licht hinter den Fenstervorhängen brannte, hatte ein Schriftsteller, der erkältet war, seine Füsse in lauwarmes Wasser gesteckt und war darüber eingenickt; ein vielfacher Millionär sass mit einer Zigarette zwischen den vollen Lippen einen Augenblick ausruhend in seinem Klubsessel, und der Hoteldieb zündete sich eine zu fest gestopfte und darum schlecht brennende Pfeife an. Diese drei Menschen hatten nichts miteinander gemein als eben dieses Eine: dass sie Menschen waren – aber Menschen allerverschiedenster Art. Sie kannten einander nicht. * Der Schriftsteller bewohnte ein Zimmer mit Schlafkammer in einem kleinbürgerlichen, doch sehr anständigen Viertel. Der Bankier nannte, unter anderem, eine fürstlich eingerichtete Wohnung im vornehmsten Stadtteil Amsterdams, hinter dem Reichsmuseum, sein eigen. Der Hoteldieb schweifte bald hier, bald dort hin; er hatte letzthin im Volkshause Obdach gefunden und lebte jetzt, taktvoll zurückgezogen, bei einem Busenfreund in einem Wohnschiff, das an einem Kai festgemacht hatte. »Das ist eine hübsche Musterkollektion«, dachte der Teufel und klopfte an. »Herein,« sagte der

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