Zueignung
Zueignung. Wielanden Alxinger. 1. Herunter von der Wand, herunter goldne Leyer, Die Doolins Thaten Doolin von Maynz. Ein Rittergedicht. 1787. sang! mich schreckt der Lärm der Schlacht, Mich seufzet Zärtlichkeit in stiller Mitternacht Nun wieder auf; vor mir ziehn Abentheuer An Abentheuern hin. O sehet meinen Held! Er ist allein in einer weiten Welt; Bey seiner Wiege schon hat ihn das Glück, der Thoren Verpflegerinn, auf ewig abgeschworen. 2. Doch statt des falschen Glückes stand Die Liebe da: sie hob die Strahlenhand Zum Segen auf, sie trocknete dem Kinde Mit ihrem Busentuch die ersten Thränen ab, Sie schenkt ihm Muth und Treu zu einem Angebinde, Sie zog ihn groß, sie schnitzt' ihm einen Wanderstab, Aus ihren heilgen Myrthenbäumen Und ließ ihm Blumen oft in öden Wüsten keimen. 3. Wenn er in Mitte der Gefahr, Umringt von Feinden, stets der Feinde Schrecken war; Wiewohl nebst seinen äußerlichen Ein innrer Feind, der Schmerz, als Mitverschworner focht, Der, wenn der Edle gleich die ersteren bejocht, Von seiner Seele nie gewichen; Wenn er, wo selbst die Tapferkeit erstarrt, Hinein gestürzet, ausgeharrt. 4. O Liebe, so hast du zu diesen Heldenmühen Von deiner Götterkraft dem Zöglinge geliehen: Steh nun auch seinem Sänger bey, Und daß mein Lied des Edlen würdig sey, Geuß deine bittersten und süßesten Gefühle Mit eigner Hand hinein, führ' itzt auch mich zum Ziele, So wie du ihn