Bix
Eine Detektiv- und Herzensgeschichte von Walther Kabel. (Nachdr. verb.) Assessor Benters warf eben das letzte Aktenstück in den Bock zurück, schaute erleichtert aufatmend auf die vor ihm liegende Taschenuhr, deren goldener Deckel mit dem verschlungenen Monogramm F. B. offenstand, mußte aber zu seinem stillen Bedauern feststellen, daß es erst zwölf war – eine Zeit, zu der er unmöglich schon mit der Vormittagsarbeit Schluß machen konnte, wenn es ihn auch noch so sehr hinauszog in den sonnendurchleuchteten Sommertag, von dem man allerdings in dem großen Amtszimmer nur eine erdrückende, erschlaffende Hitze zu fühlen bekam. Rechts von ihm an der Schmalseite des grünbezogenen Tisches saß der Referendar Dr. Jarotzki, blätterte in einem dicken Kommentar der Grundbuchordnung und blickte schließlich anscheinend recht gelangweilt durch die halb angelehnten Fenster hinaus auf die beiden Reihen der hohen Linden, die die Allee vor dem Gerichtsgebäude einsäumten und einen Teil des Häusermeeres von Stranddorf und ein Stück der leichtbewegten, blauen See wie in einem grünen Rahmen einschlossen. Das Amtsgericht lag im Oberdorf des vielbesuchten Ostseebades auf einer kleinen Anhöhe inmitten eines wohlgepflegten Gartens, dessen Rosenschmuck immer aufs neue die bewundernden Blicke der Vorübergehenden auf sich lenkte und dem roten, hohen Ziegelbau mit der von wildem Wein dicht berankten Front ein so