Des Lesers Paß
Wenn die Leser dieses Bändchens so freundlich sein wollen, ihre Empfehlungsschreiben für die verschiedenen Orte, mit denen sich des Verfassers Erinnerungen beschäftigen werden, von dem Verfasser selbst zu nehmen, so wird ihre Phantasie diese Plätze vielleicht mit größerem Genuß und mit besserer Einsicht in das, was sie zu erwarten haben, besuchen. Schon viele Bücher sind über Italien geschrieben worden, die viele Möglichkeiten eröffnen, die Geschichte dieses interessanten Landes und seine zahllosen Erinnerungen zu studieren. Ich nehme nur wenig Rücksicht auf dieses Magazin des Wissens, denn ich betrachte es durchaus nicht als notwendige Folge meiner Einsicht in diese Vorräte, daß ich die leicht zugänglichen vor den Augen meiner Leser ausbreiten sollte. Auch wird man in diesem Bändchen keine ernste Untersuchung über die gute oder schlechte Regierung dieses Landes in irgendeinem seiner Teile finden. Kein Besucher des schönen Landes wird es versäumen, sich eine starke Meinung über diese Sache zu bilden, aber da ich mich während meines Aufenthaltes dort als Fremder jeder Diskussion über derartige Fragen mit Italienern, welchem Stande sie auch angehören mochten, enthielt, so möchte ich auch jetzt diese Saite lieber nicht berühren. Während meines zwölfmonatigen Aufenthaltes in Genua fand ich nie, daß ihrem Wesen nach eifersüchtige Behörden mich mit Mißtrauen betrachtet hätten; und es