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Bidasari - Erzählungen aus allen Welten

In weit höherem Maße, als es gemeinhin der Fall zu sein pflegt, hat der Name Lafcadio Hearn sich von Persönlichkeitsvorstellungen losgelöst und ist Inbegriff des Werks geworden. Er steht über dem kühnen Versuch eines abendländischen Menschen, sich an die Seele eines morgenländischen Volkes ganz zu verlieren, um sie ganz zu gewinnen. Welche Kräfte, welche Schicksale haben diesen sensiblen Geist, dieses wache Auge, dieses zarte und starke Herz geschaffen und geformt? Der Vater ein Anglo-Ire, die Mutter aus griechischem und italienischem Blut, der erste Atemzug und die frühesten Eindrücke auf der Insel Leukadia – vom jonischen zum japanischen Archipel, welch ein Weg! Erziehungs- und Lehrjahre in England, zwei schwere arbeitsreiche Dezennien in Amerika, lange Studienaufenthalte in Westindien liegen dazwischen. In der Amerikazeit – mit 19 Jahren kommt Hearn in die Staaten, als Vierzigjähriger geht er nach Japan – sind die Aufsätze, Erzählungen und Legenden entstanden, die in diesem Bande vereinigt sind. Es ist das Amerika der siebziger und achtziger Jahre; der Kontinent ist noch auf dem Wege zu seiner heutigen Form. Aus einem bunten Nebeneinander von Nationalitäten bildet sich eine Nation; Asien schickt seine gelben Sendlinge vor, die afrikanische Primitive lebt in den großen Zentren mit Liedern und Zauberriten fort; patriarchalische Institutionen werden von der neuen sozialen

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