Chapter

Betrachtungen uber die Taktik und einige Fragen des Krieges

Was hat man vom Leben, wenn man nur vegetiert? Wozu hat man Augen, wenn man nur Tatsachen in seinem Gedachtnis anhauft? Mit einem Worte: was nutzt die Erfahrung, die man nicht zum Gegenstand spateren Nachdenkens macht? Vegetius sagt: "Der Krieg soll uns ein Studium und der Friede eine Ubung sein." Er hat recht! Die Erfahrung will durchdacht werden. Erst nach wiederholter Prufung erkennt der Kunstler die Grundbedingungen seiner Kunst. In den Mussestunden, in den Zeiten der Ruhe wird neues vorbereitet, das durch die Erfahrung erprobt werden soll. Solche Untersuchungen stellt ein strebsamer Geist an. Aber wie selten ist solches Streben, und wie haufig sieht man dagegen Menschen, die ihren Korper abgenutzt, aber nie ihren Geist gebraucht haben! Nur das Denken, die Fahigkeit, Ideen zu verknupfen, unterscheidet den Menschen vom Lasttier. Der Maulesel, der zehn Feldzuge lang den Packsattel des Prinzen Eugen trug, ist dadurch kein besserer Taktiker geworden. Zur Schande der Menschheit muss man gestehen, dass viele in einem sonst ehrenvollen Berufe alt und grau werden, ohne darin grossere Fortschritte zu machen als jener Maulesel. Dem hergebrachten Schlendrian des Dienstes folgen, sich um seinen Tisch und seine Bedurfnisse kummern, marschieren, wenn marschiert wird, lagern, wenn gelagert wird, kampfen, wenn alles kampft - das heisst fur die Mehrzahl der Offiziere gedient und Krieg

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.