Chapter

Vorrede

Durch die Erzählung, die in diesen Briefen enthalten ist, möcht’ ich in meinen Lesern die Erinnerung weken, an die Treue und Festigkeit unsrer Väter, an ihre Stärke und an ihren kühnen Sinn, an ihre Achtung für unverletzte Unschuld, und an ihren sichern Gang im Geleise der Natur. Diese Erinnerung könnte dann Betrachtungen veranlassen, die für ihre Enkel um so wichtiger sind, je seltner sie in unserm Zeitalter von ihnen gemacht werden. Ich habe in der Geschichte lauter solche Namen von Menschen und Oertern gewählt, die theils einst blühten, theils noch blühen, um dadurch ihr Interesse in dem Zirkel zu erhöhen, in dem diese Namen bekannt sind. Ich werde bescheiden dem Urtheile derer horchen, die mit dem Geiste und den Sitten der Vorzeit vertraut sind, wenn es auch gleich tadelnd ausfällt. Denn ich halte dafür, daß der Tadel, besonders wenn er mit Gründen belegt wird, stets belehrender ist, als das Lob. – Bertha von Wöllstein an Mechthilden von Rechberg.

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