Chapter

Bernhard

Das was ich erzählen will, ist weder eine Novelle, noch ein Roman, noch ein Drama, es ist ganz einfach eine Jugenderinnerung, eine jener Begebenheiten, wie sich deren täglich zutragen, und wenn die Erzählung irgend einen Anstrich annimmt, so wird es weder durch die Kunst des Erzählers, noch durch das Talent des Geschichtenschreibers, sondern durch den ausnahmsweisen Charakter des Mannes sein, welcher der Held desselben ist. Fangen wir damit an zu sagen, dass dieser Mann ganz einfach ein Forstaufseher war. Ich bin in Mitte eines schönen und wildreichen Waldes geboren. Mein Vater, ein großer Jäger, gab mir als kleines Kind eine Flinte in die Hände. Mit zwölf Jahren war ich schon ein vortrefflicher Wildschütz. Ich sage Wildschütz, weil ich gewöhnlich nur im Geheimen jagte, ich war nicht alt genug, um einen Jagdschein zu erlangen, ich war nicht wichtig genug, um von den Leuten eingeladen zu werden, welche ihn entbehren können, endlich hatte der Forstmeister von Villers-Cotterets, ein guter und vortrefflicher Mann, dessen Andenken ich eine unauslöschliche Erinnerung der Freundschaft bewahre, welche er für mich hatte, der mein Verwandter war und mich von ganzem Herzen liebte, weil er fand, dass es unendlich besser für meine Zukunft wäre, wenn ich die Georgica und de Viris erklärte, als Kaninchen im Lager, oder Rebhühner mit der Doppelflinte zu schießen, dieser hatte allen

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