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Bericht über das neue Kloster und Hospitium auf dem Berge Karmel

»Ihr habt vielleicht seit einigen Tagen in den Straßen von Paris einen ehrwürdigen Karmeliter-Mönch, mit ernster Miene langem grauen Barte, mit leichtern Mantel bedeckt und der Leib mit einem arabischen Gürtel umschlossen, begegnet. Habet ihr ihn angesprochen, so antwortete er in römischer Mundart, denn, er ist aus Fraskani gebürtig; und wenn ihr neugierig über seinen Anzug, der jetzt in unserm Frankreich fast vergessen ist, ihn fragtet, welcher Religion er angehöre, so war seine Antwort, daß er den Glauben habe, der Gottfried von Boullion nach Jerusalem, und den heil. Ludwig nach Tunis geführt. Die Geschichte dieses Mannes ist eine sehr einfache, jedoch für uns, bei denen der Glaube wieder zu erwachen beginnt, eine sehr erbauliche. — Sie lautet so: Im Jahre 1819 erhielt der Johann Baptist, der in Rom wohnte, den Auftrag, sich nach dem heil. Lande zu begeben und in Eigenschaft eines Baumeisters zu untersuchen, welche Mittel man anwenden könnte, das Kloster auf Karmel wieder zu erbauen. Der Karmel ist, wie bekannt, einer der heiligen Berge; er liegt zwischen Tyrus und Cäsarea von Acre nur durch eine Meerenge getrennt, 5. Stunden von Nazareth und 2 Tagereisen von Jerusalem entfernt. Bei der Theilung der Stämme fiel ein Theil dem Stamme Azer zu, der sich im Norden niederließ; einer dem Zabulon, welcher sich des östlichen Theiles bemächtigte, und einer dem Issachar, welcher seine

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