Chapter

Aus der Heimat

Aus der Heimat Ich will dich in das kleine Dorf führen, wo die Geschichten spielen. Du bist schon dort gewesen oder doch daran vorbeigefahren, aber du hast nicht acht darauf gehabt. Denn wer die Gegend nur flüchtig sieht, mag sie wohl für reizlos halten; da eine Wiese, dort ein Feld, in weiter Ferne vielleicht ein Wald, aber immer das Nämliche und nichts Großartiges, was den Blick fesselt oder den Wunsch aufkommen läßt, anzuhalten und länger zu bleiben. Ja, vielleicht hast du im geheimen die Leute bemitleidet, die nicht wie du im schnellen Fluge durch diese Gegenden eilen dürfen, sondern darin bleiben müssen, viele Wochen und Jahre, ihr ganzes Leben lang. Aber steig nur aus und geh mit mir dort auf den Hügel hinauf. Vielleicht findest du manches, was dir gefallen mag, und vielleicht nimmst du Anteil an denen, die hier ihre Freude suchen und ihre Arbeit tun. So weit dein Blick reicht, wölbt sich ein Hügel hinter dem andern, alle bedeckt mit reichem Gottessegen, weit hinten verlieren sich die dunkelgelben Ähren im blauen Himmel. Nun beugen sie sich im leichten Winde und wiegen sich hin und her. Da kommen tiefe Schatten in das helle Gold, und es sieht so aus, als läge ein wogendes Meer zu deinen Füßen. Und schau nur hin: als wüchs er aus den Garben heraus, lugt dort ein Kirchturm vor. Wenn du scharfe Augen hast, kannst du sehen, wie sich daneben ein leichter Rauch in der Luft

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