Bartel, der Sieger
Mein Held hieß Bartek Slowik Bartek = Bartel.; da er aber die Gewohnheit hatte, wenn man zu ihm sprach, die Augen weit aufzureißen, nannten ihn die Nachbarn Bartek Glotzauge. Mit einer Nachtigall hatte er tatsächlich wenig gemein, dafür aber verschafften ihm seine intellektuellen Eigenschaften und seine wahrhafte Naivität auch den Spitznamen: Bartek, der Dumme. Dieser letztere war der populärste und wird wahrscheinlich allein in der Geschichte fortleben, obwohl Bartek noch einen vierten offiziellen Namen trug. Da die polnischen Ausdrücke für Mensch und Nachtigall Slowik – Nachtigall; czlowiek – Mensch. für ein deutsches Ohr gar keinen Unterschied bieten und die Deutschen im Namen der Zivilisation barbarische slawische Namen gerne in ihre Sprache übertragen, deshalb hatte seinerzeit bei den militärischen Eintragungen folgendes Gespräch stattgefunden: »Wie heißt du?« fragte der Offizier Bartel. »Slowik.« »Szloik! … Ach! ja. Gut.« Und der Offizier notierte Mensch. Bartek stammte aus dem Dorfe Pognebin im Herzogtums Posen. Er war, Grund und Boden, Bauernhütte und einige Kühe nicht eingerechnet, Eigentümer eines scheckigen Pferdes und eines Weibes namens Magda. Dank einem solchen Zusammentreffen von Umständen konnte er ruhig und in Übereinstimmung mit der im polnischen Verse: »Das Pferd ist scheckig – die Frau heißt Magda, Was Gott bescheren soll – wird Er ohnehin bescheren,«