1. Kapitel In der Falle.
Unter den Trappern, die zu jenen Zeiten, als noch im Westen Amerikas die Rothäute Herren des Landes waren und noch große Büffelherden die Prärien belebten, zumeist allein der Pelzjagd nachgingen und alljährlich nur zweimal die erbeuteten Felle in einem der Grenzforts gegen Waren und Geld eintauschten, gab es gar wunderliche Käuze. Das einsame, abenteuerliche Leben machte all diese rauhen unerschrockenen Jäger rasch zu Sonderlingen. Um manche von ihnen wob sich mit der Zeit ein ganzer Sagenkranz. Jeder von ihnen hatte ja auch seine besonderen Geheimnisse. Der eine kannte Bäche, in denen Biberkolonien hausten, der andere Wälder, wo das Stinktier, dessen Pelz schon damals viel begehrt wurde, besonders zahlreich war, ein dritter wieder war hauptsächlich Bärenjäger und kannte Schluchten und Täler, die der riesige Graubär bevorzugte. Diese Berufsgeheimnisse verrieten die Trapper nicht einmal ihren besten Freunden, genau so wie sie die Orte strenggeheim hielten, wo sie ihre so schwer errungenen Pelzvorräte aufstapelten. – An einem klaren Herbstmorgen verließ ein älterer, grauhaariger Trapper Fort Wallace am Smoky-River und ritt, sein Packpferd am Zügel führend, in flottem Trab nach Süden zu in die endlose Prärie hinein. Dieser Pelzjäger, im Fort seit zehn Jahren ein ständiger Gast, gehörte zu den Schweigsamsten der Schweigsamen. Niemand kannte seinen wahren Namen, und keiner machte