Erstes Kapitel
»Präsident hält Bank!« Das war das Wort, das sich augenblicklich im Klub verbreitete. Selbst in den Zimmern, wo Gesellschaftsspiele gespielt wurden, ließen die Whist- und Ecartéspieler, die Billard-, die Tricktrack-, selbst die Schachspieler ihre Partie im Stich, um dieses Wunder anzustaunen: Der Präsident hielt Bank! Von diesem Lärm aufgeweckt, waren auch diejenigen, welche im Lesesaal oder da und dort in einem lauschigen Winkel ein Schläfchen machten, dem Strome gefolgt, der sich in den Baccaratsaal ergoß. »August, sechstausend.« Bei diesem Verlangen seines Präsidenten hatte August, der Spielunternehmer, ohne auch nur Barthelasse mit einem Blicke zu befragen (was ihm bisher nie vorgekommen war), sich beeilt, die sechstausend Franken in Spielmarken auf einem Präsentierteller herbeizubringen, und ehrfurchtsvoll, andächtig mit einer Kniebeugung, wie sie der Sakristan vor dem Altare macht, hatte er sie auf den Tisch gelegt. Es war etwas so Außerordentliches, so Erstaunliches, den »Herrn Präsidenten« Bank halten zu sehen, daß Julien, der Croupier, vergaß, das Spiel in Gang zu bringen. Er wartete, bis rings am Tische jeder seinen Platz gefunden hatte, was schwierig war, denn diejenigen, welche schon saßen, hüteten sich wohl, ihren Platz aufzugeben. In diesem gewöhnlich so stillen Saale, wo unter der hohen Wölbung stets eine Art Andacht, wie in einer Kirche oder in einem