Vorwort des Autors und Aufbruch nach Frankreich
Ausführliche Erzählung wie Ernst Haberfeld aus einem Bauer ein Freiherr geworden ist Stuttgart Hoffmann'sche Verlags-Buchhandlung 1845 Die irdischen Güter sind, wie wir alle wissen, sehr ungleich unter die Menschen vertheilt; einer hat fast alles, der andere nichts bekommen. Der eine besitzt so viel Land, daß er es nicht übersehen kann, und wenn er auch sein Lebelang darin umher reisete; der andere hat nicht so viel, daß er die Petersilie darauf erzeugen könnte, die er in seine Suppe braucht. Der eine wirft mit Diamanten um sich, als wenn es Kieselsteine wären; der andere trägt seine ganze Baarschaft in einem ledernen Beutelchen bei sich. Einer hat Millionen gehorsame und unterthänige Diener, die alle bereit sind seine Befehle zu vollziehen; der andere hat nichts zu befehlen, muß immer nur gehorchen. Dieß ist nun nicht abzuändern. Wer diese ungleiche Vertheilung gemacht hat, das wissen wir. Es ist der Allmächtige – Wer vermag etwas gegen ihn? Er hat es aber damit nicht böse gemeint, sondern handelt gegen alle seine Kinder als Vater, keins behandelt er stiefväterlich. Der Arme, der eine Heerde Gänse kommandirt, ist so gut sein Kind, als ein anderer, der an der Spitze von 150,000 Soldaten steht. Er sorgt für einen wie für den andern, er hört das Gebet des einen, so gut wie das Gebet des andern. Warum er aber dem einen fast alles, dem andern fast nichts gegeben hat, dazu muß er