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Beginn der Reise in Weimar

Den 8ten Juli 1816. Endlich hat der Sturm ausgetobt, der jahrelang die halbe Welt verwüstete, der jede Aussicht in die Zukunft so verdunkelte, daß fast niemand Muth behielt, nur den Gedanken eines Plans für die nächsten Tage zu wagen. Die Zeiten sind vorüber, wo wir in unseren Häusern jede Stunde bereit seyn mußten, übermüthige Feinde als Gebieter zu empfangen und zu bewirthen. Auch die großen lebensreiche Tage des ersten Gefühls wieder errungener Selbständigkeit sind an uns vorüber gegangen, in denen wir oft, vor unserem eigenen Glück erschreckend, uns fragten, ob alles das Glorreiche, was wir erlebten, wirklich oder ein schöner Traum sey. Die gern geübte Pflicht, unsere Befreier in unseren Häusern gastlich zu empfangen, wird nicht mehr von uns gefordert; sie zogen vorüber, der lieben Heimath zu, und wir ruhen uns aus von Freude und Leid. Sie, lieber Freund! wissen am besten, mit welcher Gewißheit ich immer auf diese Tage der Ruhe hoffte, wie ich beinahe eigensinnig den Glauben an sie fest hielt und in den trübsten Zeiten, die wir erlebten, nie Ihren und meiner übrigen Freunde trostlosen Gegengründen weichen wollte; obgleich ich Ihren politischen Einsichten nichts entgegenzustellen hatte, als mein inneres Gefühl, und die feste Ueberzeugung, daß alles Irdische sinken muß, wenn es den höchsten Gipfel erreicht hat, und der Uebermut das Rad des Glücks nur in schnellern Umschwung

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