Mrinmaji
Apurbakrischna hatte sein Examen bestanden und kehrte von Kalkutta in sein heimatliches Dorf zurück. Der Fluß war klein; in der regenlosen Zeit trocknete er fast ganz aus. Aber jetzt, nach dem Regen, war sein Wasser über die Ufer gestiegen und umspülte die Wurzeln der Hecken und Bambusgebüsche des Dorfes. Wochenlang war der Himmel von dichten Regenwolken verhangen gewesen. Heute zum erstenmal strahlte die Sonne wieder vom wolkenlosen Himmel. Und der Geist des Jünglings, der da auf dem Schiffe saß, glich dem jungen Flusse, dessen windgeschaukelte, überströmende Wasser im Sonnenlicht fröhlich glitzerten. Das Schiff legte pünktlich an der Landungsbrücke an. Apurba konnte vom Fluß aus das helle Dach seines väterlichen Hauses hinter den Bäumen hervorlugen sehen. Man wußte zu Hause nichts von seinem Kommen, deshalb erwartete ihn niemand an der Landungsbrücke. Der Bootsmann wollte seinen Koffer nehmen, doch Apurba griff selbst nach seinem Gepäck und sprang in freudiger Hast ans Ufer. Allein das Ufer war glitschig, und kaum hatte er den Fuß aufs Land gesetzt, so glitt er aus und fiel mit seinem Koffer in den Schlamm. Und wie er hinfiel, ertönte irgendwo ganz in der Nähe ein helles, liebliches Lachen, so daß die Vögel erschreckt von dem Aschokabaum neben ihm aufflogen. Apurba schämte sich sehr; er raffte sich schnell auf und sah sich um. Da erblickte er auf einem Haufen von